Weiterführende Hinweise

Jacques-Offenbach-StudienBand 3 der Jacques-Offenbach-Studien

Herausgegeben von der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main in Verbindung mit der Jacques-Offenbach-Gesellschaft Bad Ems, Redaktion: Peter Ackermann und Ralf-Olivier Schwarz

- Peter Ackermann, Ralf-Olivier Schwarz und Jens Stern (Hrsg.), Jacques Offenbach und das Théâtre des Bouffes-Parisiens 1855, Fernwald 2006. Tagungsband des gleichnamigen Symposions 2005 in Bad Ems, mit Beiträgen namhafter Offenbach-Kenner aus ganz Europa: Peter Hawig, Robert Pourvoyeur, Jean-Christophe Keck, Jean-Claude Yon etc. 

- Ralf-Olivier Schwarz, Vaudeville und Operette. Jacques Offenbachs Werke für das Théâtre du Palais-Royal, Fernwald, 2007. Meine Dissertation, in der Unbekanntes (Pascal et Chambord), weniger Bekanntes (Le Château à Toto) und durchaus Bekanntes (La Vie parisienne) in einen gemeinsamen Kontext gestellt wird - den der Pariser Vaudeville-Bühnen, konkret: das Théâtre du Palais-Royal und das dortige, für die Entwicklung der Operette wichtige Repertoire.

- Peter Hawig, Einladung nach Gerolstein - Untersuchungen und Deutungen zum Werk Jacques Offenbachs, Fernwald 2009. Wie es der Untertitel sagt: untersuchende bzw. deutende Aufsätze zu bekannten Werken wie La Grande-Duchesse de Gérolstein oder Les Contes d'Hoffmann, aber auch zu Unbekannterem wie Une nuit blanche, Die Kunstreiterin, La Diva, Vert-Vert etc.

- Peter Hawig, Jacques Offenbach oder: Der Verlust des Authentischen, Fernwald 2010. 10 Aufsätze, die sich zunächst mit Jacques Offenbach und seinem Umfeld beschäftigen. In ihnen wird als für Offenbach typisch "der Verlust des Authentischen" herausgestellt, d.h. ein Komponieren in Anführungszeichen, mit Anspielungen und musikalischen Subtexten als zeitgemäße Reaktion auf die Erosion des klassischen Formenkanons. Der Band enthält außerdem die seit vielen Jahren umfangreichste und detaillierteste Bibliographie zu Offenbach.

- Robert Pourvoyeur, Jacques Offenbach. Essays zur Rehabilitierung eines Komponisten, übersetzt und herausgegeben von Peter Hawig, Fernwald 2009. Ein Aufsatzband zu Ehren des Weihnachten 2007 verstorbenen Nestors der Offenbach-Forschung, Robert Pourvoyeurs. Das Buch dokumentiert seine langjährige Beschäftigung mit dem Werk Offenbachs.

Weitere Literatur (Auswahl)

- Wichtig und interessant für die Offenbach-Forschung ist seit langem die von Ulrich Brand im Auftrag und in Absprache mit der Jacques-Offenbach-Gesellschaft herausgegebene Reihe der Bad Emser Hefte (www.bad-emser-hefte.de).

- Peter Hawig, Jacques Offenbach. Facetten zu Leben und Werk, Köln 1999. Muss als deutsches Standardwerk gelten. Gute, weiterführende Artikel vom derzeit wohl besten Offenbach-Kenner in Deutschland. (www.dohr.de)

- Jean-Claude Yon, Jacques Offenbach, Paris 2000. Monumentale französische Biographie. Jean-Claude Yon ist Historiker, insofern ist zur eigentlichen Musik leider etwas wenig zu finden. Trotzdem: eine Fundgrube.

- Siegfried Kracauer, Jacques Offenbach und das Paris seiner Zeit, Frankfurt am Main 1976 [Erstveröffentlichung Amsterdam 1937]. Auch wenn Dramaturgen, Regisseure und andere vermeintliche "Kenner" Offenbachs Kracauer immer wieder gerne zitieren, um ihre eigenen (teils abstrusen) Konzepte zu rechtfertigen: Kracauers brillant geschriebene "Gesellschaftsbiographie" muss als umstritten gelten, vor allem in Bezug auf die in ihr vorgenommenen Interpretationen von Offenbachs Werken. Unbedingt lesenswert, aber immer vor dem Hintergrund der gesellschaftlich-politischen Diskussionen im Exil 1937... (Vgl. hierzu u.a. Harald Reil, Siegfried Kracauers Jacques Offenbach, Frankfurt am Main 2003)

- Biographien im eigentlichen Sinn - wie etwa die 1969 bei rororo erschienene, mittlerweile vergriffene von Paul Walter Jacob oder die 1994 in Frankreich erschienene von Robert Pourvoyeur - sind im deutschen Buchhandel nicht mehr zu haben. Antiquarisch ist allerdings immer noch einiges interessantes zu finden (www.zvab.de), so manchmal etwa die 1930 erschienene, noch immer gültige Arbeit von Anton Henseler (Jakob Offenbach, Bonn 1930)

Jacques-Offenbach-Gesellschaft Bad Ems

Seit 1979 besteht in Bad Ems, Ort diverser Uraufführungen Offenbachscher Werke, die Jacques-Offenbach-Gesellschaft. Gründer und bis 2001 auch Vorsitzender der Gesellschaft war Dr. Günther Obst. Von 1991 bis 2007 fand auch alljährlich das Internationale Jacques-Offenbach-Festival Bad Ems statt. Seit  2008 steht die Gesellschaft unter dem Vorsitz von Dr. Ralph-Günther Patocka, München. Im Auftrag der Jacques-Offenbach-Gesellschaft erscheint seit mehreren Jahren bereits die Offenbach-Reihe der Bad Emser Hefte (hrsg. von Ulrich Brand). Darüber hinaus erscheint mehrmals im Jahr das Jacques-Offenbach-Journal mit aktuellen Berichten, Rezensionen, Informationen etc. Wenn Sie Mitglied der Jacques-Offenbach-Gesellschaft werden wollen, wenden Sie sich bitte an den Vorstand der Gesellschaft (ralph.patocka[bei]gmx.de).

Links

www.hfmdk-frankfurt.de/stg_musikwissenschaft_offenbach.php (Forschungsstelle an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main)

www.musikautorenverlag.de und www.verlag-muth.de (Musikverlag Burkhard Muth, wo unsere "Jacques-Offenbach-Studien" erscheinen)

www.offenbach-edition.com (Kritisch-praktische Edition der Werke Jacques Offenbachs, herausgegeben von Jean-Christophe Keck)

www.dohr.de (Verlag Dohr, wo die "Beiträge zur Offenbach-Forschung" erscheinen)

www.bruniqueloff.com (Offenbach-Festival in Bruniquel, Tarn-et-Garonne, Frankreich)nschenen Dörflein bei Toulouse)

http://www.jacquesoffenbach.org/index2.html (Homepage des von Jean-Christophe Keck betriebenen "Centre de documentation Jacques Offenbach")

http://www.offenbachsociety.org.uk/ (Englischsprachige Schwestergesellschaft)

http://www.findagrave.com/cgi-bin/fg.cgi?page=gr&GRid=775 (Offenbachs Grab auf dem Montmartre-Friedhof in Paris)

http://www.offenbachmuseum.com/ (Virtuelles Museum zu Jacques Offenbach, mit interessanten Dokumenten)

http://baurgenealog.isuisse.com/polymnie.htm (Christian Baur, offenbachbegeisterter Musiker in Ecublens in der Schweiz)